30. Juni 2026

Mini-WM 2026 in Ahaus-Ottenstein – F-Jugend von Stella Bevergern wird Weltmeister

Mini-WM 2026 in Ahaus-Ottenstein – F-Jugend von Stella Bevergern wird Weltmeister

Mini-WM 2026 in Ahaus-Ottenstein – F-Jugend von Stella Bevergern wird Weltmeister

Vom 26. bis 28. Juni 2026 nahm die F-Jugend von Stella Bevergern an der Mini-WM in Ahaus-Ottenstein teil. Das Turnier zählt mit über 100 teilnehmenden Mannschaften zu den größten Jugendfußballveranstaltungen der Region. Allein in der F-Jugend gingen rund 30 Teams an den Start.

Mit 17 Kindern, 5 Trainern und 3 Betreuern reiste die Mannschaft nach Ottenstein und errichtete dort eine kleine Zeltstadt. Bereits die Organisation vor Ort zeigte den besonderen Charakter des Turniers: Gemeinschaft, Teamgeist und ein intensives Fußballwochenende standen klar im Mittelpunkt.

Aufgrund der hohen Temperaturen – teils deutlich über 30 Grad – war das Turnier zusätzlich körperlich sehr fordernd. Umso wichtiger war die geschlossene Teamleistung über alle drei Tage hinweg.

Im Vorfeld der Mini-WM konnten die teilnehmenden Teams eine Nation wählen, die sie im Turnier vertreten. Die F-Jugend von Stella Bevergern entschied sich für Haiti, einen sogenannten „WM-Neuling“ und Außenseiter im Teilnehmerfeld. Die 17 Kinder wurden in zwei Teams aufgeteilt: Haiti 1, Haiti 2.

Trotz der Aufteilung blieb die Mannschaft eng verbunden. Spieler unterstützten sich gegenseitig zwischen den Teams, was angesichts der Hitze und der hohen Belastung mit vielen Spielen und wenig Erholungszeit entscheidend war.

Turnierverlauf

Haiti 1 – starker Endspurt bis ins Viertelfinale

Haiti 1 startete zunächst mit zwei Niederlagen ins Turnier. Doch die Mannschaft zeigte große Moral und kämpfte sich zurück. Besonders deutlich wurde dies im Spiel gegen Belgien, das mit 11:0 gewonnen wurde.

Dieser Erfolg brachte die Wende und führte zum Einzug ins Viertelfinale. Dort musste sich Haiti 1 jedoch gegen Frankreich geschlagen geben. Am Ende stand ein sehr respektabler 7. Platz in der Gesamtwertung.

Haiti 2 – der Weg zum Titel

Haiti 2 startete am Freitagabend mit einer 1:3-Niederlage gegen Deutschland. Damit war der Druck für die weiteren Spiele am Samstag hoch, da in einer 5er-Gruppe mindestens der zweite Platz erreicht werden musste, um im Turnier zu bleiben.

Gruppenspiele am Samstag:

Der Samstag startete mit einem 12:0 gegen Kolumbien, so dass sich Haiti direkt auf Platz 2 schob. Es folgte ein 5:2 gegen Spanien und ein 3:2 gegen starke Kroaten.

Deutschland blieb ungeschlagen, sodass Haiti die Gruppe als Zweiter abschloss.

Viertelfinale:

Im Viertelfinale gegen Mexiko, welches bei weit über 30 Grad ausgetragen wurde, zeigte Haiti eine überragende Leistung. Mit einem klaren 4:0-Sieg zog das Team hochverdient ins Halbfinale ein. Die Spielweise beeindruckte nicht nur Zuschauer, sondern auch Trainer anderer Mannschaften, die Szenenapplaus spendeten.

Halbfinale: Nervenschlacht gegen Schottland

Im Halbfinale traf Haiti auf Schottland – ein Duell auf Augenhöhe. Während Schottland die erste Halbzeit dominierte, steigerte sich Haiti in der zweiten Hälfte deutlich und kam zu mehreren gefährlichen Chancen, unter anderem nach Standardsituationen.

Nach einem torlosen Remis musste das Neunmeterschießen entscheiden. Haiti beginnt und verschießt den ersten Neunmeter: Latte! Dem folgenden Schotten versagten die Nerven und der Schuss flog links am Tor vorbei. Der zweite Schütze Haitis stand nun am Neunmeterpunkt und verwandelte sicher ins linke Eck. Doch der Schiedsrichter hatte den Strafstoß noch nicht freigegeben, so dass der Neunmeter wiederholt werden musste. Aber der Haitianer blieb ruhig und setzte den Ball noch platzierter wieder unten links ins Eck. Der zweite Strafstoß Schottlands wurde durch den starken haitianischen Torhüter pariert. Sollte Haiti jetzt treffen, wäre es die Entscheidung. Der Haitianer nahm Anlauf und drosch den Ball kraftvoll und platziert in die Maschen. Haiti stand im Finale.

Finale: Haiti gegen Deutschland

Das Finale wurde am Sonntag um 11 Uhr bei erneut sehr hohen Temperaturen ausgetragen. Gegner war Deutschland – das Team, das Haiti in der Vorrunde noch mit 1:3 besiegt hatte.

Doch diesmal präsentierte sich Haiti von Beginn an wach und entschlossen: 1:0 Haiti nach einer Ecke. Deutschland gab jedoch nicht auf und kam zur Mitte des Spiels zum Ausgleich. 1:1.

Kurz nach dem Ausgleich, erneut nach einer hohen Hereingabe, war der Ball wieder im Netz des deutschen Tores. 2:1 Haiti.

In der Schlussphase entwickelte sich ein intensives Abwehrspiel. Deutschland drängte mit aller Kraft auf den Ausgleich, doch Haiti verteidigte geschlossen, warf sich in jeden Ball und hielt den Vorsprung bis zum Abpfiff.

Damit stand fest: Haiti ist Weltmeister.

Bei der Siegerehrung ergab sich folgendes Bild: Haiti 1: 7. Platz; Haiti 2: Turniersieger / Weltmeister

Die Freude bei den 17 Kindern, 5 Trainern, 3 Betreuern sowie den zahlreichen mitgereisten Eltern war entsprechend groß. Besonders hervorgehoben wurde die enorme Belastung: insgesamt absolvierten die Teams 13 Spiele, allein am Samstag standen 8 Spiele auf dem Programm.

Dank und Würdigung

Das Trainerteam zeigte sich außerordentlich stolz auf die gesamte Mannschaft. Der Dank gilt insbesondere allen Helfern, die dieses Wochenende möglich gemacht haben.

Ein besonderer Dank geht zudem an die Ristorante-Pizzeria Don Carlo aus Hörstel, die die Trikots für die Mannschaft gesponsert hat. Dadurch konnten die Kinder in eigenen Haiti-Trikots antreten und diese sogar als Erinnerung behalten.

Ein weiterer Dank gilt den Veranstaltern, dem Ordnungsamt sowie der Feuerwehr Ottenstein für ein sehr gutes Hitzekonzept. Spiele zwischen 11:30 Uhr und 16:30 waren nicht erlaubt. Dazu gab es überall Abkühlungen durch die Feuerwehr und kostenlose Trinkwasserstationen. Außerdem befanden sich rund um die Plätze Pavillons für mehr Schatten.

Die Mini-WM 2026 in Ahaus-Ottenstein wurde für die F-Jugend von Stella Bevergern zu einem außergewöhnlichen sportlichen und gemeinschaftlichen Erlebnis – gekrönt durch einen unerwarteten, aber hochverdienten Turniersieg.